Tor und Klosterbauerhof

Petrus kann man hier nicht finden; es gibt aber ein Tor nach Emmaüs, das gemäß der Lazaristen mit dem ‚Irdischen Paradies’ wetteifern konnte.
Das Tor wurde je, sogar mehrere Male, versetzt. Aus diesem Grund ist das Tor nicht mehr ganz intakt. Gehen Sie mal zum Tor das Sie auf der Rückseite des Bungalowparks finden können.

Das Eingangstor dieses Minigolfgartens ist eine Replik des originellen Eingangstors. Diese Replik wurde in 2007, auf komplett authentischer Weise, von einer Schmiedgruppe im Freilichtmuseum ‚Eijnderhoof’ in Nederweert-Eind hergestellt.

Die Zugangsstrasse aus Panningen kam an diesem Klosterbauernhof vorbei. Der Pächter dieses Bauernhofs hatte Vereinbarungen in Bezug auf die Verwaltung von Emmaüs, die Lieferung von Gemüse, Eiern, Kartoffeln und Milch und die Leerung der Jauchegrube.

Klosterbauernhof
Aus dem originellen Tor sehen Sie in der Ferne einen schönen Bauernhof. Dieser Bauernhof gehörte ursprünglich zum Klostergelände. Da die Lazaristen nur einige Tage pro Woche nach Emmaüs gingen, wurden die Alltagsdinge von einem ‚Verwalter’ geregelt, der Bauer am Bauernhof. Der Bauernhof war an der Familie Verstegen verpachtet. Diese Familie arbeitete bei Emmaüs gegen Kost und Logis. Es gab also fast keine finanzielle Transaktionen zwischen der Familie und den Lazaristen. Der Bauer kaufte Essen in Panningen und kaufte dann gleichzeitig Bier. Auf dem Foto (1905) vom Bauernhof bei Emmaüs, sehen Sie links ein Fuhrwerk, die einzige Möglichkeit um den Hof zu verlassen. Der Weg bestand nur aus eine Karrenspur.

Ein tor zum Irisischen paradies
In 1913 wurde der neue Bauernhof vollendet. Es ist ein Bauernhof mit einer langen Front, versehen mit einem Satteldach. In der Mitte des Fotos sehen Sie noch einen Hundekarren. Auf diesem Bauernhof wurde der Hund noch bis zirka 1925 benutzt um die Tretmühle an zu treiben; damit wurde Milch zur Butter gebuttert.

Bis 1992 befanden sich die imposanten Lindenbäume in einer Allee bis an den Klosterbauernhof. Leider wurde diese Lindenallee in 1992 von einem schweren Sturm zerstört. Der letzte Baum dieser Lindenallee befindet sich jetzt noch beim Bauernhof.

In seinem Gedankenheft, aus 1955, schrieb Corn. Verwoerd cm auf welcher Weise die unterschiedlichen Eigentümer der Lazaristen in Helden erworben wurden.

(Zitat)
Die Lazaristen kauften am 23. November 1904, unter Beringerzand, ein Gelände von über 11 Hektare mit Namen ‚Gietenhof’, Wald- und Heidegelände, das zu den Erben Verstappen gehörte. Bis heute, vor allem im Sommer, ist es die wöchentliche Freizeiteinrichtung für Scholastiker und Novizen und kann wegen der anhaltenden Bearbeitung, des frischen Unternehmungsgeists und wegen der Fantasie unterschiedlicher Studentengenerationen mit dem Irdischen Paradies wetteifern!!!

Gietenhof war ein kleiner Bauernhof. Offensichtlich hat das Gebäude den Anforderungen nicht mehr entsprochen, da am 24. März eine Baugenehmigung für einen neuen Bauernhof erteilt wurde. Ab dem Kauf war Herr Jacobus Peulen mit seiner Familie tätig auf dem Bauernhof. Mit ihm wurde am 27. Februar 1905 eine Vereinbarung gemacht; er wurde ‚Geschäftsführer’. In seiner Vereinbarung lesen wir folgende Zitat in Bezug auf die Tätigkeiten:
‚Die Arbeit auf dem Bauernhof und vom Garten, der tägliche Transport zum Missionshaus von: Gemüse, Milch, Eier usw. Das Gemüse soll hauptsächlich von der Frau geputzt werden

 

In 1912 wurde Willem Verstegen als ‚Geschäftsführer’ eingestellt; Der Anfang einer ‚Periode Verstegen’ die fast 80 Jahre andauerte. Für seine Tätigkeiten erhielt er kostenloses Wohnen, Licht und Feuer, nach örtlichem Brauch, Produkte vom Bauernhof sowie Kartoffeln, Gemüse, Milch und auf Abstinenztagen Eier. Ein fettes Schwein pro Jahr und Lohn von ƒ 400,00 jährlich. Ergänzt wurde aber folgendes: ‚Wenn entweder Mann oder Frau langwierig krank sind, sind Willem Verstegen und seine Frau verpflichtet um die Arbeit auf eigenen Kosten ausführen zu lassen…’

Diese Vereinbarung wurde unterschiedliche Male erneuert. Das letzte Mal am 29. März 1913:

Es gibt einen Bericht aus 1936 worin die Schlussfolgerung gezogen wird, dass der Bauernhof in dieser Konstruktion nicht rentabel ist. Es wäre besser für die Kongregation und für die Familie wenn man einen Pachtvertrag schließen wurde. Offensichtlich wurden die Konklusionen dieses Berichts übernommen. Im Archiv befand sich eine Inventarliste der Firma mit Schätzwerten von den Herren G. Kusters und H. Schers. Ein zehnjähriges Pferd wurde auf ƒ 220,00 geschätzt und war damit das teuerste ‚Inventarstück’. Der Wagen mit dem dazugehörigen Pferdegeschirr kostete ƒ 50,00. Leghennen wurden auf ƒ 30 Cent pro Stück geschätzt und der Hundekarren auf ƒ 5,00. Ein umfangreicher Pachtvertrag wurde entworfen einschließlich der bekannten ‚Hand- und Spanndienste’ die Verstegen für das Missionshaus und Emmaüs verrichten sollte. Es betraf ein großes Paket mit vielen Bedingungen und viele Regel sowie: Lieferung von Milch (- Kein Milch für Kühe die an TB leiden-), mitnehmen von Küchenabfall und Leerung der Jauchegrube.

In 1955 übernahm Jan Verstegen die Pacht seines Vaters. Einige Dienstleistungen hielten sich, worunter: ‚regelmäßig der Müllhaufen bei der Kapelle aufräumen ebenso wie die Zinder der Zentralheizung und Küchenabfall’. Jan erhielt ƒ215,00 jährlich und eine relativ niedrige Pacht die im Laufe der Jahre kaum erhöht wurde.

Im offiziellen Informationsmagazin ‚Kleine Compagnie’ der Lazaristen lesen wir in Dezember 1991 folgendes (nach dem Verkauf des Bauernhofs an der Familie Peeters-Teijma):

‚Eine prächtige Periode ist zu Ende gegangen. Mit Wehmut denken wir zurück an die vielen Male dass wir den Bauernhof entlang nach Emmaüs liefen. Viele Personen werden sich dieses gastliche Haus der Familie Verstegen noch lange Zeit erinnern’.